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Kalzium : Phosphor-Verhältnis

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Kalzium : Phosphor-Verhältnis

Beitrag  simonhaab am Mo 23 Jun 2014, 11:23

man lest imer wieder von dem kalzium-phosphor-verheltnis. warum ist das so wichtig?
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simonhaab
Gast


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Re: Kalzium : Phosphor-Verhältnis

Beitrag  Admin am Mo 23 Jun 2014, 16:30

Vielen Dank für die Frage.

Es gibt viele Empfehlungen, Tipps (und vor allem Märchen) über dieses mysteriöse Verhältnis. Fakt ist, dass ein gutes Calcium (Ca) / Phosphor (P)-Verhältnis neben anderen Mengenelementen, wie z.B. Natrium, Kalium und Magnesium, wichtig ist für ein stabiles Skelett, gute Muskelkontraktion, die Blutgerinnung, Zellvermehrung und ein stabiles Nervenkostüm. 


Phosphor
- Der Mineralstoff Phosphor gehört, wie auch das Calcium, zu den Mengenelementen und ist im Körper in erster Linie im Knochengewebe eingelagert. Dort verbindet sich das Phosphor mit dem Calcium und sorgt für harte und widerstandsfähige Knochen und Zähne.
- Als Baustein der Erbsubstanz und wichtiger körpereigener Energieträger spielt Phosphor auch bei der Weitergabe von Erbinformationen eine wichtige Rolle. Dies geschieht über die DNS.
- Ebenso wichtig ist Phosphor für den Säure-Basen-Haushalt. Dort dient es als Puffer und reguliert den ph-Wert. 
- Darüber hinaus hat Phosphor viele Funktionen im Stoffwechsel, z.B. bei der Bereitstellung von Brennstoffreserven
-u.a.

Phosphor behindert andererseits aber auch die Calciumaufnahme im Darm. 
Mehr noch: Ein im Überschuss aufgenommener Phosphor löst Calcium aus den Knochen. Anschließend wird das Calcium über die Nieren ausgeschieden und geht damit dem Körper verloren.

Bedarf
Der Körper selbst produziert kein eigenes Phosphor. Eine Ernährung mit phosphorhaltigen Lebensmitteln spielt also, wie bei den anderen Mineralstoffen auch, eine große Rolle. Anhaltspunkt für phosphorreiche Nahrungsmittel ist der Eiweißgehalt. Je höher dieser ist, desto größer ist in der Regel auch der Gehalt an Phosphor.

Der Mensch bezieht Phosphor in erster Linie aus Milch-, Milchprodukten, Fleisch, Fisch und Eiern - also eiweißreichen Lebensmitteln.
Beim Hund sind es vor allem Fleisch und Fisch. Und da der Fleischanteil in der Nahrung beim Hund deutlich höher liegt als beim Menschen, ist demzufolge beim Hund auch der Phosphorgehalt seiner Nahrung höher.

Bei einer ausgewogenen Ernährung sind sowohl Mangelerscheinungen als auch Überdosierungen selten. Allerdings gibt es bestimmte Umstände und Krankheiten, die einen Phosphormangel begünstigen.


Calcium 
- ist ebenfalls ein Mineralstoff, gehört zu den Mengenelementen und ist als zentraler Bestandteil der Knochensubstanz "in Mengen" im Körper vorhanden.
- Es ist für den Aufbau einer optimalen Knochendichte wichtig,
- für die Stabilisierung des Skeletts und der Zähne, 
- die Blutgerinnung sowie für 
- die Funktionen von Muskeln und Nerven.

Deshalb muss es täglich in ausreichender Menge in den Speiseplan eingebaut werden.
Besonders wenig Calcium ist in Fleisch, Getreide und Fetten enthalten

Bedarf
Grundsätzlich steht der Bedarf an Calcium mit der Phosphoraufnahme -und umgekehrt- in Verbindung. 
Hunde die besonders viel von beiden Mineralstoffen benötigen, sind Welpen aufgrund des Skelett-Wachstums und säugende Hündinnen aufgrund der Calciumabgabe durch die Milch.

Die Folgen von Mangelerscheinungen können sein:
- Störungen der Skelettentwicklung (Brüchigkeit)
- Störung bei der Blutgerinnung
- Muskelkrämpfe
- Herzprobleme
- Lähmungen

Die Folgen von Überversorgung können sein:
- Harnsteine
- In seltenen Fällen Weichteilverkalkungen.


Verhältnis
Da Calcium und Phosphor lebenswichtige Bestandteile des Körpers sind und Einfluss aufeinander haben, muss ihr Verhältnis gut aufeinander abgestimmt sein. 
Calcium muss den Phosphor-Anteil im Körper ausgleichen, und wenn dies nicht durch die Nahrung geschieht, wird auf die körpereigenen Calciumreserven des Skeletts zurückgegriffen.

Beim Menschen sollt das Verhältnis Calcium zu Phosphor zwischen 1:1 bis 1:1,2 liegen, beim Hund bei 1,3:1,0.

Warum ist das richtige Calcium/Phosphor-Verhältnis so wichtig?
Jedes Ungleichgewicht macht irgendwann Probleme. So auch hier. Wer als Beispiel einem jungen Hund eine rohe Ernährung zukommen lassen will, die sich ausschließlich aus rohem Fleisch zusammensetzt, produziert auf Dauer ein solches Ungleichgewicht.

Fleisch hat ein Ca/P-Verhältnis von 0,07:1 !

Also viel zu wenig Calcium und viel zuviel Phosphor. Jeder Körper, der sich im Wachstum befindet, benötigt für die korrekte Entwicklung der Knochen aber Calcium. Bei einer ausschließlichen Ernährung mit rohem Fleisch erhält der Organismus nicht genug Calcium aus der Nahrung und entzieht darum nach längerer Zeit einseitiger Ernährung den Knochen das fehlende Calcium. Auf Dauer kann man also davon ausgehen, dass das Skelett dieses Hundes Schaden nehmen wird.

Das heißt jetzt nicht, dass man nicht BARFEN soll, nur eben richtig. Denn NICHT NUR FLEISCH, sondern auch gut 30% Gemüse und Kräuter gehören dazu!

Vergleicht man die Ernährung eines Hundes mit der eines Wolfes, dann fährt man am besten, wenn man seine Ernährung der eines seiner klassischen Beutetiere (z.B. dem Hasen) anpasst. Ein erbeuteter Hase liefert dem Wolf vor allem Innereien, vorverdauten Mageninhalt, Knochen und Darminhalt eines Vegetariers. 
Solange man das Verhältnis der Ernährung seines Hundes also an die eines seiner ursprünglichen Haupt-Beutetiere anpasst, wird man sich keine weiteren Gedanken um das korrekte Ca/P-Verhältnis machen müssen.

Womit wiederum auch deutlich wird, dass weder der Wolf, noch unser heutiger Hund reine Fleischfresser sind. In Fleisch ist das Verhältnis Ca/P, wie gesagt, 7 zu 100. Das würde schnell zu Ca-Mangelerscheinungen führen.


Noch ein paar Tipps: 
- Bitte Calcium in keinem Fall ausschließlich über Milchprodukte füttern! Milch hat einen deutlichen Phosphat-Überschuss >Verhältnis 3 (Ca) : 5 (P)< und würde somit eine umgekehrte Wirkung haben.
- Vitamin C-reiche Lebensmittel fördern die Aufnahme von Calcium im Organismus! Wenn der Hund nicht satt geworden ist, lieber eine Extra-Portion Gemüse und Obst füttern als einen großen Becher Quark oder pures Fleisch. Wie schon geschrieben: Überall, wo viel Eiweiss drin ist, ist auch viel Phosphor drin!
- Den Calciumbedarf kann man auch gut mit Calciumpräparaten (z.B. MCH-Calcium), Knochenmehl oder gemörserter Eierschale ausgleichen, um keinen Mangel entstehen zu lassen.


Natürlich kann man ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht
(Heinz Rühmann)


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