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Hund spürt Schimmelpilz auf

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Hund spürt Schimmelpilz auf

Beitrag  Admin am Mi 26 Feb 2014, 19:19

Wie ein Berliner Hund gefährlichen Schimmelpilz aufspürt

Schimmel kann ernste Folgen für die Gesundheit haben. Die Hündin Rhala spürt versteckten Befall in Berliner Wohnungen auf. Das ist leichter und billiger als eine Luftuntersuchung.

Von Paula Pleis


Foto: Massimo Rodari


Ein neugieriger Blick, ein lautes Schnüffeln, dann Kratzen: Wenn Hündin Rhala im Kundenauftrag auf Schimmelsuche geht, wird jeder Schaden entdeckt. Schimmel hinter Tapeten, Putz oder Fußleisten findet sie genauso zielsicher wie auf dem Fußboden oder gar in den oberen Wandregionen. "Rhala ist auf die verschiedenen Schimmelpilzarten trainiert, die in Gebäuden vorkommen. Zusätzlich lernt sie immer wieder neue, exotischere Arten kennen. Tägliches Training ist dafür wichtig", sagt Beate Metzner-Klein. Sie ist Gutachterin für Schimmelpilze und untersucht die Schäden, die Rhala bei ihrer Suche findet.

Mit ihrem Spürhund besucht sie Kunden, bei denen ein Anfangsverdacht vorliegt: Manchmal wurden bei einer Luftuntersuchung Schimmelpilze festgestellt und Rhala wird durch die Wohnung geschickt, um die nicht sichtbaren, befallenen Stellen anzuzeigen. In anderen Fällen werden Beate Metzner-Klein und ihr Hund beauftragt, nach einer Schimmelsanierung zu kontrollieren, ob auch alles entfernt wurde. Ab und zu sind Gründe für eine Hausbesichtigung mit Rhala auch Gesundheitsbeschwerden oder störende Gerüche.

Der Hund ist in einer 20-monatigen Ausbildung bei dem bekannten Hundetrainer Uwe Friedrich im Schwarzwald darauf trainiert worden, einen Raum systematisch abzulaufen, den Geruch von Schimmel zu erkennen und ihn durch Kratzen an der jeweiligen Stelle anzuzeigen. Und genau das tut Rhala bei einem Wohnungsbesuch: Gezielt läuft sie an den Wänden entlang und schnüffelt.

Beate Metzner-Klein lässt sie im Badezimmer beginnen, weil die Mieter der Wohnung Schimmel an der Dusche durch stehende Feuchtigkeit vermuten. Einmal läuft Rhala den kleinen Raum ab. Immer aufgeregter schnüffelt sie, bis sie die kleinen Schimmelstellen in den Verfugungen nahe der Dusche findet. Der Hund und seine Besitzerin wirken mit der Arbeit zufrieden. Für jeden erfolgreich abgesuchten Raum bekommt Rhala von Beate Metzner-Klein ein Stück Lammwurst – eine echte Delikatesse, die es nur bei der Schimmelsuche gibt.

Stellen mit Klebezettel markiert
Nach dieser Belohnung scheint Rhala ganz erpicht darauf, die anderen Räume zu untersuchen. "Wenn wir mehrere Räume hintereinander abgesucht haben, ohne Schimmel zu finden, verstecke ich auch mal eine Probe, die Rhala dann suchen kann, um eine Belohnung zu erhalten. Dafür macht sie das ja", sagt Beate Metzner-Klein und lacht. Wenn Rhala Schimmel gefunden hat, beginnt die eigentliche Arbeit der Ingenieurin des Büros "GrüneLuft". Sie hat bereits jede Stelle, die ihr Hund angezeigt hat, mit einem Klebezettel markiert, sodass sie nun die Wandfeuchte messen und möglicherweise Proben nehmen kann. So kann sie herausfinden, wie groß der Schaden ist, welche Ursache zu Grunde liegt und ob der Schimmel auch toxische Auswirkungen hat.

"Obwohl im Anschluss an Rhalas Arbeit Proben von Tapete, Putz oder Fußleisten genommen werden oder gezielte Luftuntersuchungen in einem Raum folgen sollten, bringt uns der Spürhundeinsatz bei der Suche nach einer versteckten Schimmelpilzquelle ein großes Stück weiter", sagt Beate Metzner-Klein. "Andere Methoden wie Luftmessungen sind bei der Schimmelpilzsuche auch geeignet, haben aber einige Nachteile. Zum Beispiel zeigt die Luftmessung zwar an, dass sich ein Schimmelpilzbefall in dem Raum befindet, aber nicht wo."

Rhala dagegen kann genau anzeigen, wo sich der Schaden befindet. Damit Rhala bei ihrer Suche durch das Kratzen nichts beschädigt, zieht Beate Metzner-Klein ihr Schuhe über die Pfoten. So hat Rhala bislang jeden Schimmelgeruch problemlos ausmachen können. "Die Schimmelsuche mit Rhala hat viele Vorteile: Sie ist zerstörungsfrei, deutlich preiswerter als Luftuntersuchungen und schneller. Wir brauchen außerdem keine langen Laboruntersuchungen, weil Rhala die ersten Ergebnisse immer direkt liefert. Den Preis dafür verhandele ich mit den Kunden auf Nachfrage", erklärt Beate Metzner-Klein.

Manchmal sei der Pilz hinter einer abgenommenen Fußleiste oder einem kleinen Stück abgelöster Tapete schon sichtbar. "Auch das Umweltbundesamt heißt die Schimmelsuche mit Hunden gut", sagt sie und fährt ihrem Hund stolz durch das weiße, lockige Fell.

Knapp zweieinhalb Jahre ist Rhala alt. Schon als Welpe hat die Goldendoodle-Hündin mit der Ausbildung begonnen. Seit über einem Jahr ist sie nun regulär im Einsatz. "Ich wollte ohnehin einen Hund haben. Für Rhala habe ich mich wegen ihrer feinen Nase entschieden und weil ihre Züchtung besonders wenig oder gar keine Haare verliert und so auch für Allergiker-Haushalte geeignet ist. In Berlin bin ich die einzige Sachverständige für Schimmelpilze, die einen eigenen Schimmelspürhund hat", sagt die Ingenieurin.

Die Signale richtig deuten
Ein gutes Team scheinen sie zu sein – Rhala und ihre Besitzerin. "Es ist wichtig, dass man die Signale und Stimmungen seines Spürhundes kennt und sie richtig deutet." Wenn Rhala zum Beispiel ungezielt an einer Wand kratzt und dabei die Schnauze in die Luft reckt, kann es sein, dass der Hund Schimmel auf der anderen Seite des Raumes erkannt hat, dessen Geruch durch die Luftzirkulation von der gegenüberliegenden Wand herüberkommt. Beate Metzner-Klein kennt ihre Hündin gut. Sie weiß, was die wachen Augen, ihr aufgeregtes Schnüffeln und ihr Kratzen zu bedeuten haben: im Zweifel "Schimmelpilz-Alarm!".


Quelle: Berliner Morgenpost

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