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Der Hund und wie er die Welt sieht

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Der Hund und wie er die Welt sieht

Beitrag  Admin am Mi 26 Feb 2014, 18:52

Artikel aus der Fellbacher Zeitung vom 10.08.2009


Ist der beste Freund des Menschen ein Fall für Couch und Rehapraxis?

Das Hundezentrum Rems-Murr setzt auf "nonverbales Hundetraining" und schult insbesondere die Hundehalter

Bei diesen Worten müssen Frauchen und Herrchen erst mal schlucken: "Wir lieben unsere Hunde, aber unsere Hunde lieben uns nicht." Das ist zumindest die Überzeugung von Simone Mangold und Sandra Ritter. Die beiden Frauen haben im Januar in Althütte das "Hundezentrum Rems-Murr" gegründet, das neben der Hundeerziehung einen Schwerpunkt darauf setzt, problematische Verhaltensweisen wie Aggressivität, Kontrollzwänge Dauerbellen oder Zerren an der Leine umzulenken. Das funktioniere in den meisten Fällen, versichern die beiden 36-jährigen Frauen.

Seit der Mensch vor 15 000 Jahren auf den Hund kam, hat sich vieles geändert. "Früher war der Hund ein Arbeitstier, heute ist er Familienmitglied, Partner- oder Kinderersatz und wird vermenschlicht", sagt die Problemhundeberaterin und angehende Hundeverhaltenstherapeutin Simone Mangold. Selbst wenn der Hund als bester Freund des Menschen gilt, müssten Zweibeiner sich darüber im Klaren sein, dass er ein Raubtier ist: "Er kennt kein Mitleid, keine Reue und kein schlechtes Gewissen."

Auch mit Worten könne der Hund herzlich wenig anfangen. Die Körpersprache des Menschen verstehe er hingegen aus dem Effeff: "Er studiert uns von morgens bis abends und kennt uns in- und auswendig." Deshalb setzen Simone Mangold und Sandra Ritter auf ein "nonverbales Hundetraining". Wenn Sandra Ritter ihrer Hündin Mara mitteilen will, dass sie sich am Straßenrand setzen soll, kommt kein Wort über ihre Lippen.

Stattdessen bleibt die Hundeberaterin an der Bordsteinkante stehen und knickt leicht in der Hüfte ein, so als würde sie sich hinsetzen.

Mara ahmt die Bewegung nach - und setzt sich. "Der Mensch muss lernen, nicht der Hund, wir gehen nur vom Hund aus", sagt Sandra Ritter. Und dass diese vom Hundezentrum Rems-Murr verfochtene Philosophie auch auf einige Kritik stoße. "Bei unserer Methode muss der Mensch komplett umdenken." Das Herrchen oder Frauchen müsse die Welt aus dem Blickwinkel des Hundes sehen. Und dieser sei ziemlich anders, als Hundehalter meist denken.

Dass Hunde neben ihrem Menschen auch Kontakt zu anderen Hunden brauchen, um soziales Verhalten zu lernen, bezeichnen Ritter und Mangold zum Beispiel als schlichtweg falsch. Fremde Artgenossen seien für den Hund, der mit einem Menschen eine Gemeinschaft bildet, nur eines: Konkurrenten. "Es geht um Ressourcen und wer sie für sich sichert. Deshalb kracht es öfter mal, wenn Hunde sich begegnen." 
Auch das Toben mit anderen Hunden sei kein Spiel: "Hunde sind total zielorientiert. Es geht darum zu prüfen, wer der Stärkere ist." Deshalb ist die typische Spielhaltung - Vorderkörper am Boden, Hinterteil in der Luft - nach Ansicht der Hundeexpertinnen auch keine Aufforderung zum Spiel, sondern ein Zeichen, das sich mit der weißen Flagge vergleichen lässt: Also das Signal, einen Interessenkonflikt friedlich lösen zu wollen. "Wenn Hunde anschließend wild herumrennen und Haken schlagen, dann ist das Stressabbau", betont Mangold: "Der Hund spielt nicht, er arbeitet, auch wenn es für den Menschen nett aussieht."

Simone Mangold und Sandra Ritter vermeiden daher Kontakte mit anderen Hunden. Ohnehin sei ein Mensch, der die Welt quasi mit Hundeaugen sieht, ein so guter Partner für seinen Vierbeiner, dass dieser gar kein Interesse an anderen Hunden habe.

Beim Training arbeiten Ritter und Mangold ohne Sprache, ohne Strafen und Gewalt, dafür mit vielen Leckerbissen.
Schließlich ist der Futtertrieb einer der am stärksten ausgebildeten Triebe. "Warum sollte ein Hund etwas tun, wenn nicht für Futter?", fragt Simone Mangold. Die Liebe spielt also doch irgendwie eine Rolle - und beim Hund geht sie eben ganz eindeutig durch den Magen.
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