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Dobermann biss Herrchen tot

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Dobermann biss Herrchen tot

Beitrag  Admin am Mi 16 Nov 2011, 12:44

Mann von eigenem Hund zu Tode gebissen

In Wülfingerode im Kreis Nordhausen hat in der Nacht zum Dienstag ein Hund vermutlich sein 62-jähriges Herrchen zu Tode gebissen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Mann wahrscheinlich gegen Mitternacht den dreijährigen Dobermann aus dem Zwinger gelassen.



Der dreijährige Dobermann soll sein Herrchen getötet haben.

Sein Sohn bemerkte wenig später zunächst den freilaufenden Hund. Nachdem er ihn wieder in den Zwinger gesperrt hatte, entdeckte er schließlich seinen toten Vater. Der Körper des Mannes wies zahlreiche schwere Bissverletzungen auf. Ein alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod des 62-Jährigen feststellen und bestätigen, dass die Bisswunden aufgrund ihrer Vielzahl und Schwere tödlich waren.

Die Kriminalpolizei ermittelt. Der Dobermann wurde von Amtstierärzten eingeschläfert. Der Hund galt als zu verstört und agressiv, um ihn in ein Tierheim zu bringen.

Entnommen: MDR Thüringen


Zuletzt von Admin am Mi 16 Nov 2011, 13:10 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Interview mit Hundetrainer Thomas Kümmel

Beitrag  Admin am Mi 16 Nov 2011, 12:49

"Klar machen, wer Hund und wer Herrchen ist"



Interview: Hunde-Trainer Thomas Kümmel aus Weimar Foto: ari

Für Entsetzen hat vergangene Woche ein Fall aus dem Raum Nordhausen gesorgt. Dort hatte ein Dobermann seinen 62-jährigen Besitzer totgebissen. Wir sprachen dazu mit Thomas Kümmel von der Hundeschule "Passion" in Weimar.

Dobermänner werden von der Liste gefährlicher Hunde gar nicht erfasst. Ist nicht eigentlich jeder größere Hund ein potenzieller Gefahrenhund?

Das gilt nicht nur für große Hunde, auch kleine können gefährlich sein. Der Hund ist nun einmal von Natur aus ein Raubtier und hat deshalb keine Hemmung vor dem Töten. Bei Hunden gibt es auch keinen Welpenschutz, wo ein großer eventuell einen kleineren verschonen würde.

Also ist auch die Bezeichnung "Familienhund" irreführend?

Wir sprechen nicht so gern von Familien- oder Gefahrenhunden, sondern vielmehr davon, dass die Reizschwelle unterschiedlich hoch ist. Dobermann, Schäferhund oder Rottweiler sind klassische Wach- und Schutzhunde, die lange dafür gezüchtet wurden. Bei Labrador oder Golden Retriever ist die Schwelle vielleicht höher. Aber das kann man nicht nur an Rassen festmachen, man muss den Charakter des Individuums sehen.

Nicht jeder Hund knurrt, bevor er zuschnappt. Woran kann man erkennen, wie das Tier drauf ist?

Das wahrscheinlich erste sichtbare Zeichen ist, dass der Hund beginnt, Kommandos nicht mehr zu befolgen. Wenn er als junger Hund noch gut gehorcht hat, kommt mit anderthalb bis zwei Jahren in eine gewisse "Rüpelphase". Die nächste Phase ist dann, dass er auch auf andere Hunde losgeht. Höchste Achtung ist geboten, wenn der Hund beginnt, steif zu
werden, die Nackenhaare aufstellt und in der Position einige Sekunden verharrt.

Wie sollte man dann reagieren?

Mit Unterbindungskommandos wie "Aus", "Sitz" oder "Platz". Es geht darum, klar zu machen, wer hier Hund und wer der Herr ist.

Aber ist es dann nicht schon zu spät?

Wenn der Mensch in dieser Situation rückwärts geht, weiß der Hund, dass er gewonnen hat. Deshalb muss der Besitzer reagieren und die Drohung des Hundes unterbinden.

Welche Fehler werden in der Erziehung der Tiere gemacht?

Das Naturell der Tiere wird unterschätzt. Wer zum Beispiel Zerr-Spiele mit einem Gummiring oder Lappen macht und den Hund gewinnen lässt, der baut sich einen kleinen König auf. Hunde sind Rudel-Tiere und suchen deshalb ständig nach ihrer Position, auch gegenüber dem Rudel-Mitglied Mensch. Sie testen immer wieder aus, wie weit sie gehen können. Deshalb muss ständig klar sein, dass sie sich ihm unterzuordnen haben. Schwierig ist es auch, wenn die Tiere nur spielerische Unterordnung gelernt haben - etwa nur für ein Leckerli gehorchen, sonst aber nicht. Große Hunde rempeln ihre Herren gern auch einmal an. Die Leute lachen oft darüber, wenn sie durch die Gegend purzeln, übersehen aber, was sich hier aufbaut.

Gibt es eine Art Wesenstest für zu Hause, den die Leute mit ihrem Hund machen können?

Manchmal muss man nur sehen, wie jemand mit seinem Hund durch die Stadt geht, um festzustellen, dass das Verhältnis nicht stimmt. Wenn das Tier an der Leine zieht, Kindern hinterher rennen will, dann ist das offensichtlich. Egal in welchem Alter, sollte sich der Hund auf den Rücken drehen und am Bauch berühren oder auch zum Beispiel auf den Behandlungstisch beim Tierarzt heben lassen. Das ist auch in der Natur eine Ergebenheitsgeste. Man sieht, ob sich der Hund ohne Aggression gegenüber Artgenossen verhält. Dann sollte der Hund natürlich auch die Grund-Kommandos "Aus" (oder "Nein" und "Pfui"), "Hierher", "Bei Fuß", "Sitz" und "Platz" auf Anhieb befolgen und entsprechend einen Knochen, das Fressen oder sein Spielzeug hergeben. Auch sollte der Hund Lärm und Berührungen durch Kinder ertragen.

Das ist eine ganze Menge, die zu beachten ist. Sollte es da nicht einen Hundeführerschein geben?

Ich bin kein Freund davon, die Leute Prüfungen ablegen zu lassen. Der weitaus größte Teil der Menschen kommt mit seinen Hunden zurecht. Nicht jeder ungezogene Hund ist auch aggressiv. Was viel wichtiger wäre, ist, dass die Ordnungsämter schneller reagieren, wenn es Hinweise auf Probleme gibt. Wer einen Hund hält, der muss sich für das Tier auch Zeit nehmen. Den Hund einmal am Tag aus dem Zwinger zu lassen, reicht einfach nicht. Für Hundehalter bieten wir bei uns in der Hundeschule ein Sorgentelefon an: Montag bis Freitag von 18 bis 20 Uhr unter 03643 / 410 447.

Interview: Jens Wenzel

Entnommen: MDR Thüringen
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